Welt ohne Waffen


vor 313 dufte kein Christ Waffen einsetzen -
nach 313 musste er es!

Aus: Karl-Heinz Deschner, Und abermals krähte der Hahn

Seite 506:


Wie aus den christlichen Pazifisten die kirchlichen Feldgeistlichen wurden
Noch zu Beginn des vierten Jahrhunderts tritt uns auch Kirchenvater Laktanz in seinem vor 313 verfassten Hauptwerk den die „Divinae Institutiones “ als dezidierter Pazifist entgegen, der jede Teilnahme am Krieg verwirft. „Wenn Gott das Töten verbietet, ist nicht nur das Ermorden von Menschen nach Räuberart verboten das verbietet auch schon das staatliche Gesetz sondern es ist dann jede andere Menschentötung verboten auch eine solche die nach dem weltlichen Recht sehr wohl erlaubt wäre“. Aber in einer bald darauf erschienenen verkürzten Neuausgabe seines Werkes fehlen nicht nur alle antimilitaristischen Partien, sondern es wird sogar der Tod fürs Vaterland gefeiert!

Was war geschehen?

Im Jahre 313 hatte Konstantin, dessen Sohn Chrispus Laktanz später erzog, dass Christentum hoffähig gemacht. Die überglücklichen Kirchenväter passten sich dem neuen Kurs alsbald an, und so erblickten wir gleichsam über Nacht anstelle der ehemaligen christlichen Pazifisten – die kirchlichen Feldgeistlichen. Es fiel den Bischöfen zweifellos leichter, den kaiserlichen Truppen ihren Segen zu geben, als Ihnen den Krieg zu verbieten. Die theologische Forschung betont, dass der weltgeschichtliche Umschwung vom Heidentum zum Christentum sich zuerst im Heer vollzogen dass Konstantin das Christentum immer mehr als Soldaten Religion ausgestaltet und Rom im Widerstand gegen den Soldaten Beruf wahrscheinlich früher als andere christliche Gemeinden nachgelassen habe. Konstantins Krieg gegen Licinius wurde jedenfalls bereits als Religionskrieg geführt. Der Kaiser rückte mit einem Gebetszelt ins Feld, in dem er vor jeder Schlacht zu beten pflegte. Dann stürzte er daraus hervor und gab Befehl zum Angriff, worauf seine Soldaten, wie Euseb einmal berichtet „Mann für Mann niederschlugen“. Bald begleiten Bischöfe das Heer, und das schon 317 geschaffene Labarum, das Feldzeichen mit den Initialen Christi auf der Fahnenspitze, leuchtete den Soldaten des ersten christlichen Kaisers voran.

Erfordernis für unsere Kulturtat

Verzicht auf die Anwendung von Waffen
Verzicht auf den Bau von Waffen
Verzicht auf den Erwerb von Waffen
Verzicht auf die Verbreitung von Waffen
Transformierung der Waffenindustrie in eine Friedensindustrie
Leben in Frieden und Freiheit
Leben mit allen Völkern in Harmonie, Liebe und Mitgefühl



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